Montag, Januar 30th, 2012
Antibiotikaresistente Keime sind eine unsichtbare Gefahr, die auch – und das wissen die wenigsten Menschen – von Massentierhaltungsanlagen ausgehen.
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Eine Studie zeigt, dass MRSA-Keime auch noch 400 Meter entfernt von einer Geflügelmastanlage bei Neustadt am Rübenberge nachweisbar sind. Das heißt: Die Keime lagern sich sogar auf Boden und Pflanzen in der Umgebung ab. Damit ist auch die Gesundheit von Anwohnern gefährdet.
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Hier der Link zum Fernsehbeitrag vom 30.01.2012
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Bürger in Angst
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Donnerstag, Januar 26th, 2012
Im Abstand von bis zu 400 Metern von einer Geflügelmastanlage in Niedersachsen befinden sich am Boden und auf Pflanzen antibiotikaresistente Keime.
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Dies ergab die Analyse von Stichproben, die der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) gemeinsam mit der örtlichen Bürgerinitiative des Netzwerkes “Bauernhöfe statt Agrarfabriken” und dem ZDF bei einer Hähnchenmastanlage bei Neustadt am Rübenberge genommen hatte. Mit dem Verfahren sogenannter “Sockentupferproben” wurden in drei von zwölf Proben ESBL-bildende E.coli-Bakterien (Extended Spectrum Beta-Lactamase) nachgewiesen. Der BUND bewertet die Funde als besorgniserregend, da die Keime unter anderem auch in Gärten eingetragen werden und über Rohkost wie Karotten oder Salate in die Nahrungskette gelangen können.
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Reinhild Benning, BUND-Agrarexpertin: “Unsere Ergebnisse zeigen ein Problem, das Agrarministerin Ilse Aigner seit langem bekannt ist. Über die Abluft von Intensivtierhaltungen gelangen antibiotikaresistente Keime in die Umwelt und können die Gesundheit von Anwohnern gefährden. Ministerin Aigner muss umgehend handeln und die Menschen in der Umgebung solcher Anlagen wirksam vor den gesundheitlichen Risiken der Massentierhaltung schützen.”
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Eine Richtlinie des Vereins deutscher Ingenieure (VDI) für sogenannte Bioaerosole, also luftgetragene Erreger, liege Bund und Ländern bereits vor. Sie beinhalte Abstandsauflagen und Vorschriften für Luftfilter in Intensivtierhaltungen. Die Richtlinie sei jedoch bisher nicht in Kraft gesetzt worden. Dies müssten Ministerin Aigner und die Bundesländer umgehend nachholen. Antibiotikaresistente Keime dürften nicht weiter über die Stallabluft in Gärten und Lebensmittel gelangen.
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Tilman Uhlenhaut, Agrarreferent BUND Niedersachsen: “Über die Hälfte des Geflügels in Deutschland steht in niedersächsischen Ställen. Aufgrund der hohen Stalldichte besteht in unserem Bundesland sofortiger Handlungsbedarf. Wie sich erneut zeigt, protestieren die Anwohner zu Recht gegen Massentierhaltungs-Anlagen vor ihrer Haustür. Wir rufen die niedersächsische Landesregierung auf, die Bevölkerung umgehend vor den Gefahren zu schützen.”
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Tödliche Keime aus der Massentierhaltung – hier geht es zum Videobeitrag - ZDF vom 25.01.2012
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http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1550328/Toedliche-Keime-aus-der-Massentierhaltung#/beitrag/video/1550328/Toedliche-Keime-aus-der-Massentierhaltung
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Mittwoch, Januar 25th, 2012
ZDF zoom am 25.01.2012 23:00 – 23:30 Uhr
(Wdh. am 25.01.2012 04:00 Uhr)
Anfang Januar 2012 schreckte der BUND Deutschland mit der Meldung auf, dass “Hähnchenfleisch aus deutschen Supermärkten und Discountern zu großen Teilen mit antibiotikaresistenten Keimen belastet ist”.
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Bisher hatte man immer angenommen, dass sich diese resistenten Bakterien im menschlichen Körper bilden, weil zu häufig Antibiotika in der Humanmedizin verschrieben wurden. Doch schon im letzten Jahr hat die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit vor Keimen aus der Tiermast gewarnt und ausdrücklich eine Gefahr für den Menschen durch ESBL-bildende Bakterien festgestellt. Darmkeime also, die die Eigenschaft haben, Penicilline zu zerstören.
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Das Robert-Koch-Institut hat das Auftauwasser von Tiefkühlgeflügel auf diese Keime untersucht. Das Ergebnis war erschreckend. In 90 Prozent der Proben wurden Bakterien gefunden. Und es scheint, als würden sich die Keime aus der Tiermast ungehindert ausbreiten. Sie wüten in deutschen Kliniken. Auf mehreren Frühchenstationen gab es verheerende Krankheitsausbrüche. In Passau und Bremen starben mindestens vier Babys an Krankheiten, die durch die gefährlichen Darmkeime ausgelöst wurden. Wissenschaftler in Europa sind alarmiert.
Wenn Antibiotika nichts mehr ausrichten, sind auch Ärzte machtlos.
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Hier erhalten Sie weitere Infos und können den Livestream aufrufen
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Montag, Januar 23rd, 2012
NABU fordert mehr Engagement der Landwirte für die Natur
Zum Start der „Internationalen Grünen Woche“ fordert der NABU mehr Engagement der Landwirte. „Obwohl sie ihr Einkommen zum großen Teil aus europäischen Agrarsubventionen beziehen, werden viele Landwirte ihrer Verantwortung für den Erhalt von artenreichen Landschaften, gesunden Böden und sauberen Gewässer nicht gerecht“, kritisiert NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.
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„Wir brauchen mehr Landwirte in Deutschland, die bereit sind, sich aktiv für die Natur und unsere Landschaften einzusetzen.“
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Tatsächlich werden die deutschen Landschaften immer gleichförmiger und gesichtsloser, die Böden und Gewässer sind mit Düngemitteln und Pestizidrückständen hoch belastet und ehemals häufige Tiere und Pflanzen der Agrarlandschaft sind inzwischen stark gefährdet, kritisiert der NABU.
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Auf der Homepage des NABU finden Sie hierzu weitere Infos
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Freitag, Januar 20th, 2012
Ernüchternde Bilanz
Fünf Jahre nach den verheerenden Schäden durch den Orkan Kyrill zieht der NABU NRW eine eher ernüchternde Bilanz der Wiederaufforstungsmaßnahmen in den vom Sturm betroffenen Wäldern Nordrhein-Westfalens.
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„Wie damals befürchtet haben die privaten Waldbesitzer trotz der vom Umweltministerium erarbeiteten Empfehlungen für die Wiederbewaldung der Orkanflächen wider besseren Wissens aus rein wirtschaftlichen Gründen erneut auf die Fichte gesetzt“, sagte Josef Tumbrinck, Vorsitzender des NABU NRW.
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Die Anreize des staatlichen Förderprogrammes hätten nicht ausgereicht, die Aufforstung mit Laub- und Mischwald tatsächlich attraktiver werden zu lassen.
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Weitere Infos auf der Homepage des NABU
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